Exkursionswoche des Maschinenbaus, Biomechanik und Produktentwicklung begeisterte erneut Studierende der Hochschule Pforzheim

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Technologie, Kultur und Gemeinschaft: Vier Tage voller Eindrücke im Elsass und in Baden

Pforzheim/Straßburg. Eine Exkursionswoche, die offenbar Kultstatus erreicht hat: Anfang Mai reisten 24 Studierende der Bachelor-Studiengänge Allgemeiner Maschinenbau, Biomechanik und Engineering und Produktentwicklung und Technisches Design der Hochschule Pforzheim gemeinsam mit den Professoren Jürgen Wrede und Roland Wahl zu einer viertägigen Technik- und Kulturreise ins Elsass und nach Baden. Dass die Veranstaltung bei den Studierenden äußerst beliebt ist, zeigte sich bereits an der Zusammensetzung der Reisegruppe: Mehrere Teilnehmer*innen nahmen bereits zum zweiten Mal an der Exkursion teil – teilweise trotz laufender Thesis-Arbeiten. Auch einige ehemalige Bachelor-Studierende, die inzwischen im Masterstudium sind, ließen sich die Teilnahme nicht entgehen. Ein Teilnehmer war sogar schon zum dritten Mal dabei.

Die Mischung aus hochkarätigen Firmenbesichtigungen, kulturellen Programmpunkten und intensivem Austausch unter den Studierenden machte auch die diesjährige Exkursion vom 04.-07. Mai 2026 zu einem besonderen Erlebnis. Über vier Tage hinweg verfolgten die 18 Studenten und 6 Studentinnen gemeinsam das Ziel, innovative Unternehmen kennenzulernen, die Regionen Elsass und Baden zu entdecken und neue Kontakte über Semestergrenzen hinweg zu knüpfen.

Der Auftakt führte die Gruppe am Montag zur Firma Bruker BioSpin im elsässischen Wissembourg. Dort erhielten die Studierenden Einblicke in die Herstellung hochleistungsfähiger Magnete für moderne MRT-Systeme. Besonders beeindruckend war die Anwendung dieser Technologie in der Lebensmittel- und Agrartechnik: Mithilfe spezieller MRT-Verfahren kann bereits im Ei erkannt werden, ob sich daraus ein männliches oder weibliches Küken entwickeln wird – ein Verfahren, das dabei helfen soll, das Töten männlicher Küken zu vermeiden.

Nach dem Bezug des Quartiers im stilvollen „Château de Pourtalès“ in Straßburg stand ein geführter Stadtrundgang auf dem Programm. Neben historischen und kulturellen Eindrücken erhielten die Studierenden auch zahlreiche Tipps für das gastronomische Nachtleben der elsässischen Metropole.

Am Dienstagmorgen besuchte die Gruppe das moderne SEW-Werk in Brumath. Besonders beeindruckend waren dort die hochautomatisierte Produktion und die enorme Variantenvielfalt der Elektromotoren. Ein besonderes Highlight war ein 24 Meter hohes Hochregallager, das die Dimensionen der modernen Industrie eindrucksvoll veranschaulichte.

Am Nachmittag ging es weiter zur Firma MACK Rides in Waldkirch, dem Hersteller zahlreicher Achterbahnen des Europa-Parks und internationaler Freizeitparks. Besonders faszinierend waren die Fertigung der gewaltigen Schienenelemente und die innovativen, beweglichen Restauranttische, die künftig neue Formen der Erlebnisgastronomie ermöglichen sollen.

Der Abend klang bei einem Besuch eines badischen Weinguts mit regionalem Abendessen aus – trotz eines kurzen Wolkenbruchs auf dem Hinweg. Die entspannte Atmosphäre setzte sich später im Schlosspark des Hotels fort.

Am Mittwoch stand mit PRECITEC in Gaggenau-Bad Rotenfels einer der technologischen Höhepunkte der Woche auf dem Programm. Das Unternehmen zählt in verschiedenen Bereichen der Lasertechnologie zu den Weltmarktführern. Die Studierenden zeigten sich sowohl vom hochmodernen Applikationslabor als auch von den Einblicken in internationale Großprojekte und anspruchsvolle Entwicklungsprozesse beeindruckt.

Am Nachmittag folgte als kultureller Kontrast die Besichtigung des „Fort de Schoenenbourg“, das Teil der historischen Maginot-Linie im Elsass ist. Der kilometerlange Rundgang durch die bis zu 30 Meter tief gelegenen Bunkeranlagen verlangte den Teilnehmenden durchaus auch körperliche Kondition ab.

Zum Abschluss der Exkursion ging es am Donnerstag zur Firma Herrenknecht in Schwanau, dem weltweit führenden Unternehmen für Tunnelbohrtechnik. Die gewaltigen Dimensionen der Tunnelbohrmaschinen hinterließen bei den angehenden Ingenieurinnen und Ingenieuren einen nachhaltigen Eindruck. Besonders spannend fanden sie die technischen Details zu den Werkzeugen und den internationalen Großprojekten, für die die Maschinen gebaut werden.

Den Schlusspunkt bildete der Besuch des Unimog-Museums in Gaggenau. Dort konnten die Studierenden nicht nur historische und moderne Fahrzeuge kennenlernen, sondern auf dem Testgelände als Passagiere auch erleben, welche extremen Fahrsituationen ein Unimog bewältigen kann.

Dank einer staufreien Rückfahrt auf der A8 erreichte die Gruppe am späten Donnerstagnachmittag wieder die Hochschule Pforzheim – voller Eindrücke, technischer Inspirationen und gemeinsamer Erinnerungen. Und in vielen Gesprächen war bereits zu hören: „Nächstes Jahr wieder!“